Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2015/2016

Unter dem diesjährigen Motto „Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – Gemeinsam einzigartig!“ nahmen Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule mit ihrem Projekt „Beautiful Flower“ am Wettbewerb teil.

Zu einem der hervorragenden vierten Plätze gratulieren wir der BOS 12/1 und ihrer Projektlehrerin Gerlinde Hartmann – eine tolle Leistung unter 627 Beiträgen in diese enge Auswahl zu kommen. Das spricht für die Qualität des Wettbewerbsbeitrags. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über die Urkunden und das Preisgeld.

Der Beitrag der BOS 12/1 wurde von einer fachkundigen Jury in einem zweistufigen Verfahren bewertet. Zunächst trat eine mehrköpfige Vorjury zusammen, die alle Wettbewerbsbeiträge sichtete und die besten von ihnen ermittelte. Diese Auswahl wurde anschließend der unabhängigen Hauptjury im Bundesministerium für wirtschaftliche Zuammenarbeit und Entwicklung präsentiert. Vorsitzende war Heide Weidenbach-Mattar, ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz.

Ausgehend von einem Projekttag im Rahmen des Aktionsgruppenprogramms von Engagement Global, in dem die Schülerinnen und Schüler mit Fachlehrerin Gerlinde Hartmann von einer Mitarbeiterin des Fulda-Mosocho-Projekts (FMP) für die Thematik der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) sensibilisiert wurden, entwickelte sich das Klassenprojekt „Beautiful Flower - eine Welt ohne Genitalverstümmelung“. Ziel des Projekts war es, Kontakt mit der kenianischen Partnerorganisation vom FMP aufzunehmen und parallel das Thema hier publik zu machen. Ein sogenanntes Visionbook für Kenia wurde produziert, nicht nur um zu unterstützen, sondern auch um von den Erfahrungen der Kenianerinnen und Kenianer, die einen umwälzenden Veränderungsprozess in Gang gesetzt haben, zu lernen. Ganz im Sinne des Wettbewerbsthemas! Hierbei waren Perspektivenwechsel und Reflexion oberstes Gebot. Dies wurde unter anderem im regelmäßigen Austausch mit dem FMP umgesetzt. Nach einer Überarbeitung konnte das Buch so gestaltet werden, dass es in beiden Kulturen als angemessen angesehen wird. Parallel wurden in dem Fach Seminar Präsentationen zu unterschiedlichen Aspekten von FGM erarbeitet. Um mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu treten, wurde die Facebookseite www.facebook.com/beautiful.flower.bs26/ erstellt, die über FGM und die Aktivitäten der Klasse informiert, eine Schaufensterausstellung in dem Szeneviertel Hamburgs wurde realisiert, Interviews wurden in einem Film verarbeitet. Eine Infokampagne mit Kuchenverkauf und Spendensammlung führten die Schülerinnen und Schüler der Berufsoberschule durch. Sie entwickelten während des Lernprozesses Handlungsfähigkeiten, die nachhaltig auf die Überwindung von FGM abzielen. Um der Jury und allen anderen Interessierten aufzuzeigen wie das Projekt abgelaufen ist, hat eine Gruppe aus der Klasse eine visuelle Dokumentation als Videoclip erstellt.

Alle für Eine Welt – Eine Welt für Alle“, der Schulwettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik findet alle zwei Jahre statt. „Umgang mit Vielfalt: Unterschiede verbinden – Gemeinsam einzigartig!“ – mit diesem Thema des 7. Wettbewerbsdurchgangs 2015/2016 sollen Kinder und Jugendliche für die Vielfalt in der Welt sensibilisiert werden. Dabei geht es nicht nur darum, sie wahrzunehmen und zu entdecken, sondern vor allem sie richtig einzuordnen und zu begreifen sowie verantwortlich, nachhaltig und reflektiert damit umgehen zu lernen.

Bei der Auseinandersetzung mit Vielfalt geht es um alle vier entwicklungspolitischen Zieldimensionen. Soziale und politische Aspekte sind hier ebenso relevant wie ökologische und wirtschaftliche. - Erkennen von Vielfalt - Handlungsfähigkeit im globalen Wandel. Umgang mit Vielfalt – das ist Alltag für Schülerinnen und Schüler, sei es im Klassenzimmer, beim Einkauf, auf dem Schulweg oder in der Freizeit – all diese Bereiche können global verknüpft und weitergedacht werden. Unterschiede verbinden – Gemeinsam einzigartig!“ – in dieser Aufforderung steckt die Nachricht, dass der Ursprung von Unterschieden immer auch eine Gemeinsamkeit sein kann. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln durch diese Sicht die Fähigkeit zur Reflexion von Vertrautem und Fremden und zu einem verantwortlichen Miteinander. Die Beiträge werden von einer fachkundigen Jury in einem zweistufigen Verfahren bewertet. Zunächst tritt eine mehrköpfige Vorjury zusammen, die alle Wettbewerbsbeiträge sichtet und die besten von ihnen ermittelt. Diese Auswahl wird anschließend der unabhängigen Hauptjury im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung präsentiert.

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