Demnächst: Bachelor Professional für den Staatlich gepr. Betriebswirt

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Die berufliche Bildung in Deutschland gehört zu den erfolgreichsten Qualifizierungssystemen weltweit. Mit der BBiG-Novelle werden wir ihre Attraktivität weiter steigern. Das sichert die Fachkräfteausbildung in unserem Land. Die berufliche Bildung bietet jungen Menschen hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. Die Entscheidung zwischen beruflicher Aus- und Fortbildung oder Studium ist keine Frage eines Mehr oder Weniger. Es ist eine Auswahl zwischen zwei gleichwertigen Wegen zum beruflichen Erfolg.“

Hier kurz das Wesentliche:

  • Der Abschluss Bachelor  Professional kann für die 2. Fortbildungsstufe verliehen werden (Bspw. Staatlich geprüfte Betriebswirte)
  • Der Abschluss wird nach einer Abschlussprüfung verliehen, die den Absolvent/innen bescheinigt, dass sie in der Lage sind, Fach- und Führungsfunktionen zu übernehmen.
  • Der Lernumfang soll mindestens 1.200 Stunden betragen.  
  • Der Abschlussbezeichnung  kann eine weitere Bezeichnung vorangestellt werden, also zum Beispiel Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in.
  • Die Landesbehörde in Hamburg arbeitet momentan an der Anpassung des Landesrechts. Wann der Titel verliehen werden kann und ob dies auch rückwirkend möglich ist, steht für Hamburg noch nicht fest.
  • Der Master Professional ist die nächste Stufe. Sie baut auf dem Bachelor Professional auf und soll nach dem BBiG einen weiteren Lernumfang von mindestens 1.600 Stunden betragen. Insgesamt soll ein Master Professional lt. BBiG also mindestens einen Lernumfang von 2.800 Stunden nach der Ausbildung aufweisen.

 

Auszug aus dem BBiG:

§ 53 c Bachelor Professional (1) Den Fortbildungsabschluss Bachelor Professional erlangt, wer eine Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe erfolgreich besteht. (2) In der Fortbildungsprüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe wird fest gestellt, ob der Prüfling in der Lage ist, Fach- und Führungsfunktionen zu über nehmen, in denen zu verantwortende Leitungsprozesse von Organisationen eigenständig gesteuert werden, eigenständig ausgeführt werden und dafür Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geführt werden. Der Lernumfang für den Erwerb dieser Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten soll mindestens 1.200 Stunden betragen. (3) Als Voraussetzung zur Zulassung für eine Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe ist als Regelzugang vorzusehen: 1. der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder 2. ein Abschluss der ersten beruflichen Fortbildungsstufe. (4) Die Bezeichnung eines Fortbildungsabschlusses der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe beginnt mit den Wörtern „Bachelor Professional in“. Die  Fortbildungsordnung kann vorsehen, dass dieser Abschlussbezeichnung eine weitere Abschlussbezeichnung vorangestellt wird. Die Abschlussbezeichnung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe darf nur führen, wer 1. die Prüfung der zweiten beruflichen Fortbildungsstufe bestanden hat oder 2. die Prüfung einer gleichwertigen beruflichen Fortbildung auf der Grundlage bundes- oder landesrechtlicher Regelungen, die diese Abschlussbezeichnung vorsehen, bestanden hat

 

Den vollständigen Gesetzestext finden Sie hier:

Gesetzestext BBiG

 

 

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